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Eine Forschungsgruppe an der Gerhard-Mercator-Universität GH Duisburg



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Das bayerische Bürgernetz. Technikdiffusion zwischen Strukturpolitik und demokratietheoretischem Anspruch.

Ergebnisse der Nutzerbefragung (Befragungszeitraum 9/97 - 11/97)

von Michael Irrgang

Den Teilnehmern der Umfrage sei an dieser Stelle nochmals für Ihre Mitwirkung gedankt. Im folgenden findet sich eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Befragung.

Kontext der Befragung

Bürgernetze haben die "Nutzbarmachung von elektronischer Kommunikation und elektronisch gespeicherter Information für jeden" (Dachverband der Bürgernetze) zum Ziel und sollen - so ist es in Bayern online formuliert - einen breiten Einsatz des Internets erreichen. Dabei spielen neben wirtschaftlichen Gründen, wie sie im Programm von Bayern Online im Vordergrund stehen, auch gesellschaftliche eine wichtige Rolle. Aus Online-Umfragen (zum Beispiel aus der sogenannten W3B-Umfrage) ist bekannt, daß der typische Internet-Nutzer männlich ist und über eine hohe Bildung verfügt. Sein Durchschnittsalter liegt bei ca. 32 Jahren, wobei mehr als 70% noch keine 35 Jahre alt sind. Zudem verfügt er über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Wegen dieser Merkmale wird von der Etablierung einer Online-Elite gesprochen: solange das Internet als Informationsmedium überwiegend von einer relativ kleinen, bessergebildeten Gruppe genutzt wird, droht die Gefahr einer Vergrößerung der Kluft zwischen Informationsarmen und -reichen. Der Wandel zur sogenannten Informationsgesellschaft könnte demnach zu einer schwierigen Herausforderung für das demokratische System werden.

Ziel der Befragung war es, Erkenntnisse über die Nutzer und deren Nutzungsintentionen und -verhalten zu gewinnen. Mit Hilfe der Ergebnisse soll der Anteil von Bürgernetzen bei der Verbreitung der Nutzung des Internets und seiner Einführung in den Alltag der Menschen (was machen die Nutzer mit dem Medium?) beurteilt werden.

Zur Methode der Befragung

Bei der Online-Befragung wurden 1.009 Fragebögen ausgefüllt und zurückgesandt, von denen 993 ausgewertet werden konnten. Über die Zahl derjenigen, die die Fragebogenseite besuchten, aber nicht absendeten, liegen keine Erkenntnisse vor. Da nur wenige Bürgernetze ( 7 ) mittels eines Links auf die Befragung aufmerksam machten, sind deren Nutzer entsprechend überrepräsentiert. Dies bestätigen 72 % der Nutzer, die eine E-Mail Adresse hinterließen und so einer Bürgernetzdomain zugeordnet werden konnten. Demzufolge gehörten 44 % der Teilnehmer den Nutzern der Bürgernetze Hof, Bingo (Ingolstadt) und FEN (Erlangen-Nürnberg-Fürth) an. Die Ergebnisse können daher nicht als repräsentativ für alle Bürgernetznutzer in Bayern angesehen werden. Dies verbietet sich allein aus der Tatsache, daß bei im Web durchgeführten Umfragen sog. Selbstselektionseffekte zum Tragen kommen. Das heißt, daß sich die Teilnehmer aktiv zur Teilnahme entscheiden müssen. Daher sind bestimmte Nutzergruppen, wie z.B. Vielnutzer, überrepräsentiert.

Die meisten Fragen waren jedoch so gestellt, daß ein verzerrender Einfluß auf die Antworten aufgrund des Merkmals der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Bürgernetz weitgehend ausgeschlossen werden kann. Die Befragung hob weniger auf eine Bewertung der einzelnen Bürgernetze durch die Nutzer ab, als vielmehr auf zentrale Tendenzen bezüglich der Sozialstruktur der Nutzer der Bürgernetze und ihrer Internetnutzung.

Eine Auswahl der Ergebnisse

  1. Nutzerprofil
  2. Fragen zur Internetnutzung
  3. Fragen zum Bürgernetz


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Letzte Änderung: 24-Mai-1998
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